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Arbeitsmärkte und soziale Sicherung

Obwohl die Arbeitslosigkeit derzeit zurückgeht, bestehen viele strukturelle Probleme auf dem deutschen Arbeitsmarkt weiterhin. Technischer Fortschritt, Internationalisierung der Produktion und demographische Entwicklungen stellen Beschäftigte und Betriebe unter Anpassungsdruck. Es bleibt offen, inwieweit die Problemgruppen am Arbeitsmarkt wie Langzeitarbeitslose, Geringqualifizierte und ältere Arbeitslose von den Reformen der vergangenen Jahre profitieren. Die stärkere Spreizung der Lohnverteilung zeigt, dass sich das verbesserte wirtschaftliche Umfeld auch für viele Beschäftigte kaum positiv auswirkt.

Angesichts der komplexen Wirkungszusammenhänge auf dem Arbeitsmarkt verlangt ein zielgerichteter Politikeinsatz eine sorgfältige Ursachenanalyse. Das IAW beteiligt sich vielfach an der arbeitsmarktpolitischen Wirkungsforschung, wenn es darum geht, arbeitsmarktpolitische Maßnahmen und Reformen oder die Sozial- und Bildungspolitik wissenschaftlich zu evaluieren. Mit der Evaluation des baden-württembergischen Einstiegsgeldes hat das IAW Ende der 1990er Jahre Maßstäbe gesetzt. Seitdem führt das IAW regelmäßig Evaluationsvorhaben in der Arbeitsmarktforschung durch. Überdies beteiligt sich das IAW auch an der Planung und Implementierung von Projekten und Modellvorhaben im Schnittgebiet von Arbeitsmarkt-, Sozial- und Bildungspolitik. Hierbei geht es auch darum, die Qualität von Projekten durch eine prozessbegleitende Evaluation zu optimieren.

Am IAW wird zugleich empirische Arbeitsmarktforschung betrieben, die über die Analyse spezifischer Maßnahmen hinausgeht. Im Auftrag von Stiftungen oder öffentlichen Einrichtungen entstehen wissenschaftliche Studien zu Themen wie der Lohnbildung, dem Arbeitskräftebedarf der Betriebe oder der zunehmenden Internationalisierung des Arbeitsmarkts. In Zusammenarbeit mit Datenproduzenten wie den statistischen Ämtern und der Bundesagentur für Arbeit beteiligt sich das IAW an der stetigen Verbesserung der empirischen Basis für die Arbeitsmarktforschung.

Fragestellungen des Forschungsschwerpunkts [ mehr ]