Internationale Integration und Regionale Entwicklung
Die Forschung in diesem Schwerpunkt untersucht unter anderem folgende Fragestellungen:
- Wie wirken Offshoring und Outsourcing oder die grundsätzliche Verlagerbarkeit von Tätigkeiten auf die Nachfrage nach Arbeit im Inland?
- Welche Determinanten bestimmten die internationale Integration des Bankenmarkts? Welchen Einfluss haben Regulierungen auf Marktintegration und Risikobereitschaft? Wie haben sich grenzüberschreitende Bankgeschäfte durch die Krise verändert?
- Welche Determinanten beeinflussen die Standortentscheidung von Unternehmen?
- Welchen Einfluss haben Finanzierungs- und Arbeitsmarktrestriktionen auf den Zugang von Unternehmen zu internationalen Märkten?
- Welche Rolle spielen Transportdienstleistungen im Prozess der Globalisierung?
- Was sind die Auswirkungen der Finanzkrise auf die Realwirtschaft? Welche Rolle haben dabei die Hausbanken von Unternehmen gespielt?
Im Rahmen der Forschung zur regionalen Entwicklung wird derzeit die Bedeutung des Finanzplatzes Stuttgart auf die Wertschöpfung und Beschäftigung in der Region besonders untersucht.
Die Forschungsarbeiten innerhalb des Bereichs „Internationale Integration und Regionale Entwicklung“ haben einen stark empirischen Fokus und basieren auf neuesten theoretischen Erkenntnissen. Die Bestimmungsfaktoren und Auswirkungen der Globalisierung beeinflussen Firmen, Banken, Haushalte, Branchen und Regionen in sehr unterschiedlicher Art. Dieser Heterogenität Rechnung zu tragen, ist eine der Kernherausforderungen für die empirische Forschung. Dabei kann das IAW auf eine langjährige und umfassende Erfahrung in der Analyse von Einzeldaten zurückgreifen und hat Zugriff auf einschlägige Datenquellen. Neben dem IAB-Betriebspanel und der Mikrodatenbank Direktinvestitionen (MiDi) der Deutschen Bundesbank gilt dies für verschiedene Firmenstatistiken der statistischen Ämter in Deutschland. Der meist besonders geschützte Charakter der Daten erfordert eine enge Zusammenarbeit mit den Datenproduzenten. Darüber hinaus ist das IAW aber auch an der bislang ersten Erhebung unmittelbar vergleichbarer Firmeneinzeldaten in sieben europäischen Ländern (siehe das EU-Projekt EFIGE) beteiligt, um den bisherigen der Wissenschaft zugänglichen Datenbestand zu erweitern.
