Aktuelle Meldungen aus dem IAW

       

Aktuelle IAW-Diskussionspapiere

Jochen Späth, Tobias Brändle, Stefan Preuss, Marcel Reiner: Operationalizing Seasonal Work in Germany
IAW Discussion Papers No. 131, September 2018

18. September 2018: Evaluation des Sonderprogramms MobiPro-EU: Aus Erfahrungen sollte gelernt werden

Das Sonderprogramm MobiPro-EU wurde von einem Forschungskonsortium mehrerer Institute unter Federführung des IAW evaluiert. Gegenstand der Evaluation ist nur die zweite Phase von MobiPro-EU seit 2015. In dieser Phase werden bzw. wurden durch MobiPro-EU knapp 7.500 junge EU-Bürgerinnen und ‑Bürger dabei gefördert, sich auf eine duale Berufsausbildung in Deutschland vorzubereiten und diese erfolgreich abzuschließen.

Die Evaluation ergibt klare Hinweise darauf, dass durch die bereits im Herkunftsland erfolgte Sprachförderung und die weitere Vorbereitung der Teilnehmenden im Rahmen von MobiPro-EU Hemmnisse für die Mobilität gesenkt wurden. Allerdings beendeten knapp 40 % der Teilnehmenden die Förderung durch MobiPro-EU bereits während der Vorbereitungsphase im Herkunftsland. Von denjenigen, die ihre Berufsausbildung in Deutschland begonnen haben, haben wiederum 40 % ihre Ausbildung im ersten Ausbildungsjahr abgebrochen. Nach der Evaluation hängt das Abbruchrisiko von einer Vielzahl von individuellen Voraussetzungen, aber auch von der Umsetzung von MobiPro-EU ab.

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23. August 2018: Das ESF-Bundesprogramm zur Eingliederung langzeitarbeitsloser Leistungsberechtigter nach dem SGB II auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt - eine Zwischenbilanz

Mit 20.323 Eintritten bis Ende 2017 wurde das von den Jobcentern avisierte Ziel  im Großen und Ganzen planmäßig erreicht. Zwar waren bis März 2018 auch bereits 5.818 Abbrüche zu verzeichnen (29 Prozent aller Förderfälle). Setzt man diese in Relation zur Stabilität von neu geschaffenen Beschäftigungsverhältnissen insgesamt, so spricht dies für eine durchaus zufriedenstellende Stabilität der geförderten Beschäftigungsverhältnisse. Im Übrigen gehen Abbrüche nicht zwingend mit einer Verschlechterung der Beschäftigungssituation der vorzeitig ausgetretenen Personen einher. Bei einem Drittel aller Abbrüche kam es trotz eines vorzeitigen Endes der Förderung nicht zu einer Verschlechterung der Erwerbssituation der ehemaligen Geförderten.

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17. August 2018: Die Beschäftigung von Geflüchteten in baden‐württembergischen Betrieben

In Baden-Württemberg beschäftigen rund 7% der Betriebe mindestens eine geflüchtete Person und rund 13% der Betriebe hatten Kontakt zu Geflüchteten. Diese Werte liegen über dem Bundesdurchschnitt und entsprechen in etwa den Ergebnissen aus vergleichbaren Studien. Sowohl Kontakt als auch Beschäftigung nehmen mit der Betriebsgröße zu. Zudem zeigt sich, dass die Betriebe in Baden-Württemberg, die am häufigsten angeben, geflüchtete Personen zu beschäftigen, aus dem Produzierendem Gewerbe stammen, gefolgt von den Unternehmensnahen Dienstleistungen. Der Großteil der Geflüchteten ist in einfachen Tätigkeiten beschäftigt (89%), in hochqualifizierten Tätigkeiten sind geflüchtete Personen hingegen kaum beschäftigt (0,4%) Desweiteren sind in Baden-Württemberg etwas mehr geflüchtete Personen in einfachen und etwas weniger in (hoch-)qualifizierten Tätigkeiten beschäftigt. Allerdings werden mehr Geflüchtete ausgebildet (16%) als in Deutschland (11%).

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IAW-News 2/2018 online: Aktuelles aus dem IAW

  • Betriebliche Reaktionen auf den Mindestlohn: Betriebe nutzen viele Hebel, um Kostensteigerungen aufzufangen
  • Saisonarbeit: Zahl der Saisonarbeitskräfte seit 2012 deutlich erhöht
  • Kommunale Ausgaben für Geflüchtete: Hohe Unterbringungskosten begrenzen den Handlungsspielraum
    der Kommunen bei der Integration Geflüchteter

IAW-News 2/2018