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Februar 2016

IAW-Pressemitteilung vom 29. Februar 2016: „Bürgerarbeit“ - Öffentliche Beschäftigung mindert die Jobchancen von Arbeitslosen, eine bessere Betreuung durch die Jobcenter wirkt jedoch positiv

Mit dem Modellprojekt „Bürgerarbeit“ wurden zwischen 2011 und 2014 in Deutschland gut 13.000 Langzeitarbeitslose über maximal drei Jahre in öffentlich geförderten Jobs auf dem sogenannten zweiten Arbeitsmarkt gefördert. Die Beschäftigung in der Bürgerarbeit half ihnen allerdings nicht, währenddessen oder anschließend in ein reguläres Arbeitsverhältnis zu wechseln. Ihre Chancen verschlechterten sich durch die Förderung sogar. Allerdings: Die intensive Betreuung, die der Beschäftigung auf einem Bürgerarbeitsplatz vorausging, ermöglichte vielen potenziellen Teilnehmenden den Sprung in einen regulären Job.

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Frauen in Führungspositionen: 20 Prozent führen in Teilzeit

Unter den Führungskräften in baden-württembergischen Betrieben betrug der Anteil von Teilzeitbeschäftigten in 2014 nur 8%. Damit lag er deutlich unterhalb des Teilzeitanteils in der Gesamtbeschäftigung. Der Teilzeitanteil unter den weiblichen Führungskräften lag hingegen bei 20%. Jede fünfte weibliche Führungskraft war also in 2014 in Teilzeit beschäftigt.

Insgesamt gilt jedoch, dass Führen in Teilzeit eine erst selten genutzte Maßnahme ist, um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu verbessern. Der Anteil der Betriebe, in denen Führungspositionen auch in Teilzeit ausgeübt werden, liegt bei rund 10%.

Im Übrigen lassen die Angaben aus dem IAB-Betriebspanel Baden-Württemberg 2014, die das IAW im Auftrag des Ministeriums für Finanzen und Wirtschaft ausgewertet hat, kaum Änderungen bezüglich der Verbreitung von Frauen auf der ersten Führungsebene erkennen: Die Quote beträgt seit 10 Jahren rund ein Viertel.

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Betriebliche Fort- und Weiterbildung in Baden-Württemberg weiter auf hohem Niveau

Der Anteil der Weiterbildungsbetriebe in Baden-Württemberg liegt im Vergleich zu Deutschland seit vier Jahren auf deutlich höherem Niveau. Während sich im Jahr 2014 59 % der Betriebe in Baden-Württemberg an der Fort- und Weiterbildung ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beteiligten, waren dies „nur“ 54 % der gesamtdeutschen Betriebe. Auch der Anteil der Weiterbildungsteilnehmenden in baden-württembergischen Betrieben stieg erneut an. Lag die Weiterbildungsquote (Anteil an allen Beschäftigten) im Vorjahr noch bei 32 %, so stieg sie auf 35 % im Jahr 2014 an. Vor allem (hoch-)qualifizierte Beschäftigte werden weitergebildet; Beschäftigte für einfache Tätigkeiten nehmen hingegen nur unterdurchschnittlich häufig an Weiterbildungsmaßnahmen teil. 

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IAW-Pressemitteilung: Gute Arbeitsmarktlage reduziert erneut die Schattenwirtschaft

Der Beschäftigungsanstieg auf dem offiziellen Arbeitsmarkt sowie das positive Wirtschaftswachstum werden im Jahr 2016 zu einem Rückgang der Schattenwirtschaft um ca. ein Prozent führen. Das Verhältnis von Schattenwirtschaft zu offizieller Wirtschaft reduziert sich dadurch auf 10,8. Andere Einflüsse machen sich kaum bemerkbar. Dies sind die wichtigsten Ergebnisse der Schattenwirtschafts-Prognose für das Jahr 2016, die das Institut für Angewandte Wirtschaftsforschung und die Universität Linz gemeinsam erarbeitet haben.

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