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27. Juni 2018: Betriebe nutzen viele Hebel, um Kostensteigerungen infolge des Mindestlohns aufzufangen

Im Bereich der Entlohnung zeigt sich, dass die Einführung des Mindestlohns in vielen Betrieben nicht nur zu einer Anhebung des Lohnniveaus derjenigen Beschäftigten führte, die vorher weniger als den Mindestlohn verdienten.

Mit Blick auf Arbeitszeiten und Arbeitsorganisation berichten Betriebe und Beschäftigte übereinstimmend davon, dass Arbeitszeiten reduziert wurden, um die Wirkung des Mindestlohns auf die Lohnsumme zu mindern. Dies führte oft zur Erhöhung der Arbeitsgeschwindigkeit oder zur Verkürzung von Pausen, Rüst- oder Nacharbeitszeiten. Für die Betriebe bedeutete dies eine höhere Produktivität, für die Beschäftigten häufig einen erhöhten Arbeitsdruck und Mehrbelastung.

Schließlich berichteten einige Betriebe auch von indirekten Effekten des Mindestlohns, beispielsweise die Einführung neuer Technologien. Allerdings wird die Einführung des Mindestlohns hierfür meist weniger als Ursache gesehen, sondern vielmehr als Auslöser oder Katalysator für bereits länger geplante oder als notwendig erachtete Anpassungsmaßnahmen.

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