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Strukturanalyse und Perspektiven des Wirtschaftsstandortes Baden-Württemberg im nationalen und internationalen Vergleich

Seit der Finanz- und Wirtschaftskrise haben Deutschland und dabei insbesondere Baden-Württem-berg ihre Position als wirtschaftlich prosperierende und innovationsstarke Standorte in der Europäi-schen Union ausgebaut. Doch lässt sich die Entwicklung nicht linear fortschreiben. Risiken bestehen derzeit weniger in kurzfristigen konjunkturellen Rückschlägen, sondern in mittelfristigen Verschiebungen im Bereich der Technologie und internationalen Arbeitsteilung. Durch neue Antriebstechniken im Fahrzeugbau, neue Mobilitätskonzepte, die verstärkte Bedeutung von industriellen Dienstleistungen in Bereichen wie dem Maschinenbau und die geänderten Bedingungen durch die Energiewende stehen die traditionellen Schwerpunkte der baden-württembergischen Wirtschaft vor neuen Herausforderungen. Zunehmende außenwirtschaftliche Risiken, hervorgerufen durch den bevorstehenden Austritt Großbritanniens aus der EU und eine mögliche Neuausrichtung der Handelspolitik der USA, könnten zusätzlichen Anpassungsbedarf begründen.

Vor diesem Hintergrund soll die Studie wirtschaftspolitisch relevantes Hintergrundwissen erarbeiten. Im ersten Teil der Untersuchung soll zunächst die Wettbewerbsfähigkeit Baden-Württembergs mit Hilfe unterschiedlicher Indikatoren analysiert werden. Im zweiten Teil stehen die außenwirtschaftlichen Risiken in den Vordergrund. Zudem wird mit der Frage der ausländischen Direktinvestitionen in Baden-Württemberg auf ein mögliches strukturelles Problem abgestellt. Der dritte Teil schließlich beschäftigt sich mit dem Einfluss „disruptiver“ technologischer Änderungen. Zudem wird dem problematischen Befund einer nachlassenden Innovationsaktivität kleiner und mittlerer Unternehmen nachgegangen.

Kennzeichnend für den hier gewählten Untersuchungsansatz sind die Fokussierung auf die Themen Außenwirtschaft und technologischen Veränderungen, die empirische Fundierung und die Nutzung des Potentials internationaler Forschung.


Kooperationspartner:
  • Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung GmbH (ZEW)
  • Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (ISI)
  • ifo Institut – Leibniz Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München e.V.

Auftraggeber:

Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg


Projektteam: Ansprechpartner: Bernhard Boockmann (Tel: 07071 9896 20 // E-Mail)

Status:
2017 - laufend