Investitionen und Innovationen sorgen für Beschäftigungswachstum und einen höheren Bedarf an gut qualifizierten Arbeitskräften im Land.
Im Auftrag der Regionaldirektion Baden-Württemberg der Bundesagentur für Arbeit hat das IAW in einer neuen Studie die Auswirkungen von Investitionen und Innovationen auf die Beschäftigungsentwicklung und Qualifikation der Beschäftigten in Baden-Württemberg im Zeitraum 2008 bis 2023 untersucht.
Die wichtigsten drei Ergebnisse der neuen IAW-Studie sind:
Zwar sinkt der Anteil der Betriebe, die investieren, zwischen 2008 und 2023 von über 60 auf unter 50 Prozent. Positiv ist aber, dass über die Hälfte der Betriebe, die investieren, Erweiterungsinvestitionen tätigen und damit auf Wachstum setzen.
Zwar setzen die innovierenden Betriebe insbesondere auf Produkt- und Prozessverbesserungen – und weniger auf Wachstum steigernde neue Produkte oder Märkte. Positiv ist aber, dass der Anteil der Betriebe mit Innovationen zwischen 2008 und 2023 von knapp 40 auf rund 50 Prozent steigt. Die Industrie ist besonders innovationsfreudig und engagiert sich überdurchschnittlich in Forschung und Entwicklung.
Investitionen (insbesondere Erweiterungsinvestitionen) und Innovationen (insbesondere Produktinnovationen) sorgen dafür, dass der Bedarf an Fachkräften steigt.
Eine aktuelle Studie des IAW analysiert die Entwicklung des Ausbildungsgeschehens und zeigt die Entwicklung des Ausbildungsverhaltens von baden-württembergischen Betrieben in den letzten Jahren nach. Dabei wird auch auf die Gründe der Nicht-Besetzung von Ausbildungsstellen eingegangen.
Eine aktuelle Studie des IAW analysiert das Weiterbildungsgeschehen in baden-württembergischen Betrieben. Dabei wird nicht nur die Weiterbildungsbeteiligung von Betrieben betrachtet, sondern auch untersucht, wie sich die Weiterbildungsaktivitäten zwischen den Geschlechtern sowie zwischen spezifischen Qualifikationsstufen unterscheiden.
Trotz einer positiven Entwicklung seit 2023 haben Betriebe zunehmend Schwierigkeiten, ihre Ausbildungsplätze zu besetzen.
Die betriebliche Ausbildung ist ein wichtiger Faktor zur Fachkräftesicherung. Zwar nimmt die Zahl der abgeschlossenen Ausbildungsverträge in den letzten Jahren zu. Allerdings steigen auch die Schwierigkeiten bei der Besetzung der Ausbildungsplätze. Ein aktueller Bericht des IAW stellt das Ausbildungsgeschehen in den Betrieben in Baden-Württemberg dar und zeigt, unter welchen Bedingungen Ausbildungsplätze angeboten sowie besetzt werden und welche Faktoren auf das Ausbildungsangebot hemmend wirken.
Der Bericht entstand im Auftrag der Regionaldirektion Baden-Württemberg der Bundesagentur für Arbeit.
Nach dem aktuellen Nowcast des Instituts für Angewandte Wirtschaftsforschung (IAW) und der Universität Hohenheim wird das baden-württembergische Bruttoinlandsprodukt im dritten Quartal 2025 gegenüber dem Vorquartal saison- und arbeitstäglich bereinigt um 0,4 Prozent zunehmen. Auch für die beiden Folgequartale wird ein positives Wachstum in ähnlicher Größenordnung prognostiziert.
Eine empirische Analyse auf der Basis des IAB-Betriebspanels Baden-Württemberg sowie verknüpfter Linked-Employer-Employee Daten, IAW-Kurzbericht 5/2019