„Transformation durch Handwerk“ – Neue Wege zur Fachkräftegewinnung im Handwerk.
› Arbeitsmarktpolitik
Demografischer Wandel, Digitalisierung und Fachkräfteengpässe stellen das Handwerk vor große Herausforderungen. Vor diesem Hintergrund wurde 2021 von der Bundesagentur für Arbeit (BA) und dem Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) das Pilotprojekt „Transformation durch Handwerk“ initiiert. Ziel war es, neue Wege zur Gewinnung von Fachkräften zu erproben und die Attraktivität des Handwerks als Arbeitgeber zu stärken.
Das IAW hat das Pilotprojekt und seine Teilprojekte im Auftrag der Bundesagentur für Arbeit/Regionaldirektion Niedersachsen-Bremen wissenschaftlich evaluiert. Die Ergebnisse und daraus abgeleiteten Handlungsempfehlungen sind nun in der Reihe IAW Policy Reports veröffentlicht.
Nutzen und Kosten von Präventionsmaßnahmen zu Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit.
› Arbeitsmarktpolitik
Maßnahmen zum Schutz und zur Förderung der Gesundheit am Arbeitsplatz sind mit Kosten verbunden, können zugleich aber Fehlzeiten verringern, die Arbeitsfähigkeit erhalten und die Produktivität steigern. Dies ist ein Ergebnis einer Scoping Review von 282 Einzelstudien und 123 Literaturreviews, die das IAW im Auftrag der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) durchgeführt hat. Die Studien unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Methoden, Maßnahmen und Bewertungsansätze, so dass übergreifende Aussagen zur Wirtschaftlichkeit nur eingeschränkt möglich sind. Forschungsbedarf besteht insbesondere bei organisatorischen Präventionsansätzen sowie bei den Auswirkungen auf die sozialen Sicherungssysteme und die Gesamtwirtschaft.
KI ist in den Betrieben in Baden-Württemberg angekommen, wird aber noch nicht flächendeckend genutzt.
› Baden-Württemberg
In den Betrieben in Baden-Württemberg spielt KI bereits eine sichtbare Rolle: 31 Prozent der Betriebe im Land nutzen generative und/oder nicht-generative KI. Die Nutzung wird vor allem von generativer KI getragen: 28 Prozent der Betriebe setzen generative KI ein; damit liegt Baden-Württemberg über dem deutschlandweiten Vergleichswert von 24 Prozent. Nicht-generative KI ist mit 7 Prozent deutlich seltener verbreitet.
Diese und weitere interessante Ergebnisse zur Nutzung von Künstlicher Intelligenz (KI) in den Betrieben in Baden-Württember hat das IAW kürzlich im IAW-Kurzbericht 1/2026 veröffentlicht. Die Analyse auf Basis des IAB-Betriebspanels 2025 erfolgte im Auftrag der Regionaldirektion Baden-Württemberg der Bundesagentur für Arbeit.,
Neues aus dem IAW: IAW-News 2/2026 online
Wenn Einsatzkräfte pendeln: Arbeitskräftemobilität als Herausforderung für den Bevölkerungsschutz
Industriepolitische Förderprogramme: wirtschaftliche Transformation mit sozialen Bedingungen verknüpfen und abfedern
11. Bundesbank-IAW Lecture mit Prof. Dr. mult. Dr. h.c. Ulrike Malmendier am 7. Mai 2026 an der Universität Tübingen
Neues Forschungsprojekt: Einstellung junger Erwachsener zum Sozialstaat
Nach dem aktuellen Nowcast des Instituts für Angewandte Wirtschaftsforschung (IAW) und der Universität Hohenheim wird das baden-württembergische Bruttoinlandsprodukt im zweiten Quartal 2026 gegenüber dem Vorquartal saison- und arbeitstäglich bereinigt um 0,4 Prozent zunehmen. Für die beiden Folgequartale wird ebenfalls ein positives Wachstum prognostiziert, das sich jedoch zum Jahresende abschwächt.
Neunter gemeinsamer Workshop der Kontaktstellen Frau und Beruf und der Beauftragten für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt. Stuttgart, Haus der Wirtschaft.
› Arbeitsmarktpolitik› Baden-Württemberg
Impulsvortrag:
Beschäftigung von Frauen in Baden-Württemberg – Die Rolle von Vereinbarkeitsmaßnahmen. Eine Untersuchung auf Basis des IAB-Betriebspanels Baden-Württemberg.
Welche Unterstützung benötigen Unternehmen von den Arbeitsagenturen, Jobcentern und Kontaktstellen?
Thementisch im World Café-Format:
Vereinbarkeit in kleinen Betrieben – was blockiert, was hilft?
III. IAW-Workshop Wachstum. Wohlstand. Demokratie in Stuttgart.
Der III. Workshop am 12. Juni 2026 beschäftigte sich insbesondere mit folgenden Fragestellungen:
Ist die Neuausrichtung einer Balance zwischen Staat, Zivilgesellschaft und privatwirtschaftlichen Akteuren erforderlich, um auch in einer Phase des Nullwachstums sozialstaatliche Ziele einzulösen?
Wie kann die Entstehung von kommunikativer Macht und deren institutionelle Umsetzung in administrative Macht unter den gewandelten Bedingungen gesichert werden?
Wie können die gewandelten Handlungsbedingungen in einen informierten öffentlichen Diskurs mit der Chance auf rationale Handlungsentscheidungen überführt werden?
Die Ergebnisse dleses Workshops werden 2027 als dritter Band in der Reihe „Wachstum. Wohlstand. Demokratie“ publiziert.