Nach dem aktuellen Nowcast des Instituts für Angewandte Wirtschaftsforschung (IAW) und der Universität Hohenheim wird das baden-württembergische Bruttoinlandsprodukt im zweiten Quartal 2026 gegenüber dem Vorquartal saison- und arbeitstäglich bereinigt um 0,4 Prozent zunehmen. Für die beiden Folgequartale wird ebenfalls ein positives Wachstum prognostiziert, das sich jedoch zum Jahresende abschwächt.
Neunter gemeinsamer Workshop der Kontaktstellen Frau und Beruf und der Beauftragten für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt. Stuttgart, Haus der Wirtschaft.
› Arbeitsmarktpolitik› Baden-Württemberg
Impulsvortrag:
Beschäftigung von Frauen in Baden-Württemberg – Die Rolle von Vereinbarkeitsmaßnahmen. Eine Untersuchung auf Basis des IAB-Betriebspanels Baden-Württemberg.
Welche Unterstützung benötigen Unternehmen von den Arbeitsagenturen, Jobcentern und Kontaktstellen?
Thementisch im World Café-Format:
Vereinbarkeit in kleinen Betrieben – was blockiert, was hilft?
III. IAW-Workshop Wachstum. Wohlstand. Demokratie in Stuttgart.
Der III. Workshop am 12. Juni 2026 beschäftigte sich insbesondere mit folgenden Fragestellungen:
Ist die Neuausrichtung einer Balance zwischen Staat, Zivilgesellschaft und privatwirtschaftlichen Akteuren erforderlich, um auch in einer Phase des Nullwachstums sozialstaatliche Ziele einzulösen?
Wie kann die Entstehung von kommunikativer Macht und deren institutionelle Umsetzung in administrative Macht unter den gewandelten Bedingungen gesichert werden?
Wie können die gewandelten Handlungsbedingungen in einen informierten öffentlichen Diskurs mit der Chance auf rationale Handlungsentscheidungen überführt werden?
Die Ergebnisse dleses Workshops werden 2027 als dritter Band in der Reihe „Wachstum. Wohlstand. Demokratie“ publiziert.
7. Mai 2026: 11. Bundesbank-IAW-Lecture an der Universität Tübingen.
Die Hauptverwaltung der Deutschen Bundesbank in Baden-Württemberg und das Institut für Angewandte Wirtschaftsforschung e.V. laden zur „Bundesbank-IAW Lecture“ am Donnerstag, den 7. Mai 2026 um 16:15 Uhr in die Neue Aula der Universität Tübingen ein.
Wir freuen wir uns sehr, Frau Prof. Dr. mult. Dr. h.c. Ulrike Malmendier von der University of California, Berkeley begrüßen zu können. Ihre Lecture trägt den Titel:
Human Finance – Incorporating Insights from the Life Sciences into Finance, with an Application to German Capital Markets and Pension Reform .
Weitere Informationen entnehmen Sie bitte der Einladung. Eine Anmeldung zur Teilnahme an der Lecture ist nicht erforderlich.
Wie soll sich Europa positionieren, um den immer drängenderen Herausforderungen weltwirtschaftlicher Verwerfungen, geopolitischer Spannungen und möglicher Krisen des internationalen Finanzsystems zu begegnen? Mit dieser Frage setzte sich Prof. Dr. Christoph Trebesch, Vizepräsident des Kiel Instituts für Weltwirtschaft und weltweit renommierter Experte auf dem Gebiet der Geoökonomie, bei der diesjährigen Vortragsveranstaltung des IAW und der Hauptverwaltung der Deutschen Bundesbank in Baden-Württemberg am 26. März 2026 auseinander.
Bei der Veranstaltung wurde zudem der Norbert-Kloten-Preis 2026 für die besten Abschlussarbeiten im Bereich der angewandten Wirtschaftsforschung an den Universitäten Hohenheim, Stuttgart und Tübingen verliehen. Die Preise gingen in diesem Jahr an Judith Lehner von der Universität Tübingen und Ricardo Acevedo Arias von der Universität Hohenheim.
Mehr Frauen in Beschäftigung – strukturelle Hürden bleiben bestehen.
› Arbeitsmarktpolitik› Baden-Württemberg
Das IAW hat heute im Auftrag des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg einen neuen Bericht zur geschlechterspezifischen Beschäftigungsentwicklung im Land vorgestellt (Titel: „Betriebliche Beschäftigungsentwicklung und betriebliches Einstellungsverhalten in Baden-Württemberg. Eine geschlechterspezifische Analyse auf der Basis des IAB-Betriebspanels“). Der Bericht zeigt: Die Beschäftigung von Frauen in Baden-Württemberg hat sich in den vergangenen Jahren positiv entwickelt. Gleichzeitig bestehen am Arbeitsmarkt weiterhin strukturelle Unterschiede zwischen Frauen und Männern.
Wie Leistungsbeziehende die Grundsicherung wahrnehmen.
› Arbeitsmarktpolitik› Pflege und Sozialpolitik
Die meisten der Arbeitslosen, die Leistungen der Grundsicherung erhalten, sind mit den Jobcentern und ihren Fachkräften grundsätzlich zufrieden. Dies zeigt eine Studie des IAW und des SOKO Instituts im Auftrag der Bertelsmann Stiftung auf Basis einer Befragung mit ca. 1.000 Leistungsbeziehenden im Alter von 25 bis 50 Jahren, die seit mindestens einem Jahr Bürgergeld bzw. Grundsicherung beziehen. Die Ergebnisse zeigen jedoch auch, dass zwei von fünf Befragten die Unterstützung durch die Jobcenter als nicht ausreichend beurteilen.
In Tiefeninterviews mit 20 Leistungsbeziehenden geht die Studie den Ursachen und Folgen dieser Einstellungen nach. Es zeigt sich, dass die Zufriedenheit mit den Leistungen des Jobcenter durch die Erfahrungen im Beratungs- und Vermittlungsprozess des Jobcenters geprägt wird – beispielsweise durch die Mitgestaltung des Beratungsprozesses oder die Gewährung passender Qualifizierungen oder negativ durch die Erfahrung von Leistungskürzungen. Zugleich ist die Zufriedenheit ein zentraler Wirkhebel für die Integration in den Arbeitsmarkt.
Die Studie empfiehlt eine stärkere Berücksichtigung von arbeitsmarktfernen Leistungsbeziehenden und eine höhere Effizienz der Vermittlungsprozesse, insbesondere durch digitale Verwaltungsverfahren.