„Rechtlich gleichgestellt – praktisch benachteiligt?“ Unter diesem Titel hat das IAW gemeinsam mit dem Forschungsinstitut für berufliche Bildung (fbb) und dem SOKO-Institut die Situation der EU-Zugewanderten in Deutschland analysiert.
Die Studie entstand im Auftrag der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration. Sie untersucht die Gründe für Zu- und Abwanderung von EU-Bürgerinnen und EU-Bürgern, analysiert zentrale Hürden im Alltag und Arbeitsleben trotz formaler Gleichstellung und leitet daraus Ansatzpunkte für bessere Teilhabe und faire Arbeitsbedingungen ab.
Die Ergebnisse der Studie wurden am 3. März 2026 in Anwesenheit von Staatsministerin Natalie Pawlik in der Vertretung der EU-Kommission in Berlin vorgestellt.
Stellenausschreibung
Zur Verstärkung unseres Sekretariats suchen wir ab sofort einen Mitarbeiter (m/w/d) im Sekretariat in Teilzeit (mind. 50 %) /Vollzeit.
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Die Schattenwirtschaft wird in Deutschland auch im Jahr 2026 ihren längerfristig zunehmenden Trend fortsetzen. Wichtigste Ursachen sind das schwache Wachstum der offiziellen Wirtschaft und die zunehmende Arbeitslosigkeit.
Nach den neuen Ergebnissen einer Prognose durch Professor Friedrich Schneider (Universität Linz) und das Institut für Angewandte Wirtschaftsforschung (IAW) wird der Umfang der Schattenwirtschaft nominal auf 538 Mrd. Euro zunehmen. Dies ist ein Anstieg um 5,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Preisbereinigt beträgt die Zunahme 2,8 Prozent. Das Verhältnis der prognostizierten Schattenwirtschaft zum gemessenen Bruttoinlandsprodukt (BIP) nimmt leicht von 11,4 auf 11,6 Prozent zu.
Investitionen und Innovationen sorgen für Beschäftigungswachstum und einen höheren Bedarf an gut qualifizierten Arbeitskräften im Land.
Im Auftrag der Regionaldirektion Baden-Württemberg der Bundesagentur für Arbeit hat das IAW in einer neuen Studie die Auswirkungen von Investitionen und Innovationen auf die Beschäftigungsentwicklung und Qualifikation der Beschäftigten in Baden-Württemberg im Zeitraum 2008 bis 2023 untersucht.
Die wichtigsten drei Ergebnisse der neuen IAW-Studie sind:
Zwar sinkt der Anteil der Betriebe, die investieren, zwischen 2008 und 2023 von über 60 auf unter 50 Prozent. Positiv ist aber, dass über die Hälfte der Betriebe, die investieren, Erweiterungsinvestitionen tätigen und damit auf Wachstum setzen.
Zwar setzen die innovierenden Betriebe insbesondere auf Produkt- und Prozessverbesserungen – und weniger auf Wachstum steigernde neue Produkte oder Märkte. Positiv ist aber, dass der Anteil der Betriebe mit Innovationen zwischen 2008 und 2023 von knapp 40 auf rund 50 Prozent steigt. Die Industrie ist besonders innovationsfreudig und engagiert sich überdurchschnittlich in Forschung und Entwicklung.
Investitionen (insbesondere Erweiterungsinvestitionen) und Innovationen (insbesondere Produktinnovationen) sorgen dafür, dass der Bedarf an Fachkräften steigt.
Eine aktuelle Studie des IAW analysiert die Entwicklung des Ausbildungsgeschehens und zeigt die Entwicklung des Ausbildungsverhaltens von baden-württembergischen Betrieben in den letzten Jahren nach. Dabei wird auch auf die Gründe der Nicht-Besetzung von Ausbildungsstellen eingegangen.
Eine aktuelle Studie des IAW analysiert das Weiterbildungsgeschehen in baden-württembergischen Betrieben. Dabei wird nicht nur die Weiterbildungsbeteiligung von Betrieben betrachtet, sondern auch untersucht, wie sich die Weiterbildungsaktivitäten zwischen den Geschlechtern sowie zwischen spezifischen Qualifikationsstufen unterscheiden.
Arbeitslose im Bürgergeld-Bezug: Mehr Hilfe zur Selbsthilfe bei der Stellensuche
Vergleichsweise viele Arbeitslose, die das Bürgergeld erhalten, sind nicht oder jedenfalls nicht kontinuierlich auf der Stellensuche. Dies zeigt eine neue Studie des IAW und des SOKO Instituts im Auftrag der Bertelsmann Stiftung, für die eine Zufallsstichprobe von ca. 1.000 Beziehenden des Bürgergelds befragt wurde. Von ihnen gaben 57 Prozent an, sie hätten in den zurückliegenden vier Wochen nicht selbst nach einem Job gesucht.
Die Konstellationen, die dazu führen, dass nicht nach einer Arbeitsstelle gesucht wird, sind vielfältig. Gesundheitliche Einschränkungen, fehlende Qualifikationen, Probleme bei der Kinderbetreuung und mangelnde finanzielle Anreize sind unter den Befragten weit verbreitet.
Neben den Eigenbemühungen der Leistungsbeziehenden werden Stellenangebote und andere Unterstützungen der Jobcenter untersucht. Die Studie formuliert eine Reihe von Handlungsempfehlungen, wie es besser gelingen könnte, den Arbeitslosen Unterstützung und Mitwirkung zur Selbsthilfe zu gewähren.