„Rechtlich gleichgestellt – praktisch benachteiligt?“ Unter diesem Titel hat das IAW gemeinsam mit dem Forschungsinstitut für berufliche Bildung (fbb) und dem SOKO-Institut die Situation der EU-Zugewanderten in Deutschland analysiert.
Die Studie entstand im Auftrag der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration. Sie untersucht die Gründe für Zu- und Abwanderung von EU-Bürgerinnen und EU-Bürgern, analysiert zentrale Hürden im Alltag und Arbeitsleben trotz formaler Gleichstellung und leitet daraus Ansatzpunkte für bessere Teilhabe und faire Arbeitsbedingungen ab.
Die Ergebnisse der Studie wurden am 3. März 2026 in Anwesenheit von Staatsministerin Natalie Pawlik in der Vertretung der EU-Kommission in Berlin vorgestellt.
26. Februar 2025: Online Fachtagung Mädchen* auf die Agenda – von der Notwendigkeit gendersensibler JMD-Arbeit als Baustein geschlechterreflektierter JSA, organisiert von BAG EJSA e. V.
Frauen in Berufssprachkursen – was sagen die genderspezifischen Daten?
Von den 125 Tsd. schutzsuchenden Ukrainer:innen in Baden‑Württemberg (Stand: Ende 2023) geht inzwischen etwa jede fünfte Person (22 Prozent) im erwerbsfähigen Alter einer Beschäftigung nach. Etwa vier von fünf Beschäftigungsverhältnissen der ukrainischen Erwerbstätigen sind sozialversicherungspflichtig, wobei der Anteil bei den Frauen etwas geringer ist als bei den Männern. Im Durchschnitt berichen 10 Prozent aller Betriebe in Baden-Württemberg von einem Kontakt zu einer aus der Ukraine geflüchteten Person (Vorjahr: 7 Prozent). Rund 40 Prozent der Betriebe mit mindestens einer Kontaktanfrage berichten von einem anschließend zustande gekommenen Beschäftigungsverhältnis (Vorjahr: 29 Prozent). Dabei haben Betriebe mit offenen Stellen eine viermal höhere Wahrscheinlichkeit, ukrainische Geflüchtete zu beschäftigen, als Betriebe ohne offene Stellen. Insbesondere Betriebe mit offenen Stellen, die ein geringes Qualifikationsniveau erfordern, haben eine hohe Wahrscheinlichkeit, eine geflüchtete Person aus der Ukraine zu beschäftigen.