Herzlich willkommen am Institut für Angewandte Wirtschaftsforschung (IAW)
Das IAW ist ein unabhängiges Forschungsinstitut an der Universität Tübingen. Das IAW-Team forscht zu wirtschafts- und sozialwissenschaftlichen Fragestellungen.
Viele Forschungsprojekte haben zum Ziel, fundierte Grundlagen für wirtschaftspolitische Entscheidungen zu erarbeiten.
7. Mai 2026: 11. Bundesbank-IAW-Lecture an der Universität Tübingen.
Die Hauptverwaltung der Deutschen Bundesbank in Baden-Württemberg und das Institut für Angewandte Wirtschaftsforschung e.V. laden zur „Bundesbank-IAW Lecture“ am Donnerstag, den 7. Mai 2026 um 16:15 Uhr in die Neue Aula der Universität Tübingen ein.
Wir freuen wir uns sehr, Frau Prof. Dr. mult. Dr. h.c. Ulrike Malmendier von der University of California, Berkeley begrüßen zu können. Ihre Lecture trägt den Titel:
Human Finance – Incorporating Insights from the Life Sciences into Finance, with an Application to German Capital Markets and Pension Reform .
Weitere Informationen entnehmen Sie bitte der Einladung. Eine Anmeldung zur Teilnahme an der Lecture ist nicht erforderlich.
Wie soll sich Europa positionieren, um den immer drängenderen Herausforderungen weltwirtschaftlicher Verwerfungen, geopolitischer Spannungen und möglicher Krisen des internationalen Finanzsystems zu begegnen? Mit dieser Frage setzte sich Prof. Dr. Christoph Trebesch, Vizepräsident des Kiel Instituts für Weltwirtschaft und weltweit renommierter Experte auf dem Gebiet der Geoökonomie, bei der diesjährigen Vortragsveranstaltung des IAW und der Hauptverwaltung der Deutschen Bundesbank in Baden-Württemberg am 26. März 2026 auseinander.
Bei der Veranstaltung wurde zudem der Norbert-Kloten-Preis 2026 für die besten Abschlussarbeiten im Bereich der angewandten Wirtschaftsforschung an den Universitäten Hohenheim, Stuttgart und Tübingen verliehen. Die Preise gingen in diesem Jahr an Judith Lehner von der Universität Tübingen und Ricardo Acevedo Arias von der Universität Hohenheim.
Mehr Frauen in Beschäftigung – strukturelle Hürden bleiben bestehen.
Das IAW hat heute im Auftrag des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg einen neuen Bericht zur geschlechterspezifischen Beschäftigungsentwicklung im Land vorgestellt (Titel: „Betriebliche Beschäftigungsentwicklung und betriebliches Einstellungsverhalten in Baden-Württemberg. Eine geschlechterspezifische Analyse auf der Basis des IAB-Betriebspanels“). Der Bericht zeigt: Die Beschäftigung von Frauen in Baden-Württemberg hat sich in den vergangenen Jahren positiv entwickelt. Gleichzeitig bestehen am Arbeitsmarkt weiterhin strukturelle Unterschiede zwischen Frauen und Männern.
Wie Leistungsbeziehende die Grundsicherung wahrnehmen.
Die meisten der Arbeitslosen, die Leistungen der Grundsicherung erhalten, sind mit den Jobcentern und ihren Fachkräften grundsätzlich zufrieden. Dies zeigt eine Studie des IAW und des SOKO Instituts im Auftrag der Bertelsmann Stiftung auf Basis einer Befragung mit ca. 1.000 Leistungsbeziehenden im Alter von 25 bis 50 Jahren, die seit mindestens einem Jahr Bürgergeld bzw. Grundsicherung beziehen. Die Ergebnisse zeigen jedoch auch, dass zwei von fünf Befragten die Unterstützung durch die Jobcenter als nicht ausreichend beurteilen.
In Tiefeninterviews mit 20 Leistungsbeziehenden geht die Studie den Ursachen und Folgen dieser Einstellungen nach. Es zeigt sich, dass die Zufriedenheit mit den Leistungen des Jobcenter durch die Erfahrungen im Beratungs- und Vermittlungsprozess des Jobcenters geprägt wird – beispielsweise durch die Mitgestaltung des Beratungsprozesses oder die Gewährung passender Qualifizierungen oder negativ durch die Erfahrung von Leistungskürzungen. Zugleich ist die Zufriedenheit ein zentraler Wirkhebel für die Integration in den Arbeitsmarkt.
Die Studie empfiehlt eine stärkere Berücksichtigung von arbeitsmarktfernen Leistungsbeziehenden und eine höhere Effizienz der Vermittlungsprozesse, insbesondere durch digitale Verwaltungsverfahren.
Zu seinem 100. Geburtstag erinnert der Vorstand des IAW e.V. an seinen langjährigen Vorstandsvorsitzenden (1979 – 2003 und Ehrenvorsitzenden (2003 – 2006). Norbert Kloten, seit 1976 Präsident der Landeszentralbank in Baden-Württemberg, übernahm den Vorstandsvorsitz in der Gesellschaft für Angewandte Wirtschaftsforschung (GAW e.V.), dem Trägerverein des Instituts, als Nachfolger von Prof. Dr. Otto Pfleiderer (früher ebenfalls LZB-Präsident). Trotz vielfältiger anderer Verpflichtungen war er in diesen Jahren ein äußerst aktiver Berater, Förderer und Gestalter des Instituts. Mit der Verschmelzung der GAW und des IAW, einer neuen Satzung und einer neuen Gremienstruktur im Jahre 2003 gestaltete er die Plattform für die zukünftige Entwicklung des Instituts. Im gleichen Jahr hat er auch die Rolle des Vorsitzenden an die nächste Generation übergeben, blieb dem Vorstand aber nicht nur als Mitglied treu, das Kontinuität und Rat verkörpert, sondern als jemand, der bis zu seinem Tod im Jahr 2006 in die Details involviert blieb.
Hier erhalten Sie einen Themen-Überblick. Klicken Sie einfach auf das Thema, das Sie interessiert, um weitere Informationen zu erhalten.
Wirkungsanalysen und prozessbegleitende Evaluationen von Maßnahmen bilden im Bereich Arbeitsmarktpolitik die Schwerpunkte des IAW. Untersucht werden ferner die Effekte von gesetzlichen Regulierungen auf den Arbeitsmarkt.
Der demographische Wandel, der Fachkräftemangel und die zunehmende Ungleichheit der Markteinkommen sind zentrale Herausforderungen für die sozialen Sicherungssysteme. Unsere Forschung konzentriert sich auf die Bereiche Armut und Reichtum, soziale Mobilität, Rehabilitation und Renteneintritt sowie Arbeitsbedingungen in der Pflege.
Das IAW engagiert sich im Bereich der Bildungsforschung. Hierbei liegen die Schwerpunkte auf den Übergängen zwischen Schule und Beruf, auf der Entwicklung von Aus- und Weiterbildung, den Digitalisierungsprozessen im Bildungsbereich sowie auf den Bildungsrenditen.
Das IAW fühlt sich dem Land Baden-Württemberg und seiner wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung eng verbunden. In vielen Forschungsprojekten werden aktuelle Herausforderungen, Chancen und Risiken der Unternehmen und Beschäftigten in den Branchen und Regionen des Landes beleuchtet.
Das IAW untersucht die Bedeutung des Außenhandels und der Migration für Einkommen und Beschäftigung in Baden-Württemberg bzw. Deutschland. Dabei geht es insbesondere um internationale Handelsabkommen sowie um die Integration von Güter- und Arbeitsmärkten im Rahmen der Europäischen Union.
Aufgrund des demographischen Wandels gewinnen die Themen Migration und Integration verstärkt an Bedeutung. Quantitative Fragen nach Formen der Steuerung der Zuwanderung und qualitative Fragen nach Kriterien erfolgreicher Integration werden daher für die Volkswirtschaft zunehmend bedeutsam.