Krank zur Arbeit oder ins Homeoffice? – Eine experimentelle Untersuchung von Präsentismusentscheidungen.
› Arbeitsmarktpolitik › Pflege und SozialpolitikAuf Grundlage eines faktoriellen Survey-Experiments mit 3.532 Befragten im Anschluss an die BIBB/BAuA-Erwerbstätigenbefragung 2024 untersucht eine aktuelle Studie des IAW, unter welchen Bedingungen Beschäftigte trotz Krankheit arbeiten oder sich krankmelden. Die Befragten bewerteten hypothetische Krankheitssituationen, in denen unter anderem Krankheitsschwere, Ansteckungsrisiko, Arbeitsbelastung und Anwesenheitsdruck variierten.
Die Ergebnisse zeigen, dass vor allem die Schwere der Erkrankung ausschlaggebend für die Entscheidung ist. Beschäftigte mit Homeoffice-Möglichkeit entscheiden sich häufiger dafür, trotz Krankheit zu arbeiten, wobei sich die Arbeit vom Betrieb ins Homeoffice verlagert. Betriebliche und soziale Rahmenbedingungen beeinflussen die Entscheidung insbesondere bei mittelschweren Erkrankungen. Bei schwereren Erkrankungen stehen für diejenigen, die dennoch arbeiten, vor allem Karriere- und Reputationsmotive im Vordergrund.