Arbeitswelt in Zeiten von Krisen und Veränderungen. Eine Analyse im Freistaat Sachsen

Das Projekt untersuchte am Beispiel Sachsens, wie arbeitsrechtliche Regelungen Unternehmen und Wirtschaft beeinflussen. Im Fokus stand die Frage, ob bestehende arbeits- und sozialrechtliche Normen unter den Bedingungen aktueller Krisen und Transformationen eher Erfolgsfaktor oder Hemmnis für Betriebe, Beschäftigte  und Standort sind – und wie der rechtliche Rahmen ggf. angepasst werden müsste. Die Untersuchung kombinierte eine rechtswissenschaftliche Analyse mit Interviews von Unternehmern, Beschäftigten und deren Vertretungen.

Die Untersuchung zeigt, dass Unternehmen und Beschäftigte in Sachsen vor allem mit Fachkräftemangel, Digitalisierung und den Folgen von Krisen wie Corona-Pandemie und Ukraine-Krieg konfrontiert sind. Besonders kleine und mittlere Betriebe in ländlichen Regionen stehen unter Druck, da sie bei der Gewinnung von Arbeitskräften oft schlechtere Bedingungen bieten können als große Unternehmen in Städten. Zugleich wächst der Bedarf an flexibleren Arbeitszeitmodellen, Homeoffice-Möglichkeiten und einer besseren Infrastruktur, um Fachkräfte zu halten und neue zu gewinnen.

Arbeits- und sozialrechtliche Regelungen werden von vielen Unternehmen grundsätzlich als verlässlicher Rahmen wahrgenommen. Gleichzeitig bestehen Wünsche nach mehr Flexibilität – etwa bei Arbeitszeiten oder beim Kündigungsschutz – um schneller auf wirtschaftliche Veränderungen reagieren zu können.