Erträge eines Studiums an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg

Ein Hochschulstudium wird hierzulande, wie Bildung und eine gute Ausbildung allgemein, als ein Garant für ein gesichertes Auskommen und ein erfülltes Leben gesehen. Und tatsächlich stehen die Chancen auf dem Arbeitsmarkt für Hochschulabsolventinnen und -absolventen in Deutschland so gut wie seit langem nicht mehr.

Ob sich ein Studium allerdings monetär lohnt, hängt von vielen Faktoren ab, unter anderem dem Studienfach und den sich daraus ergebenden konkreten Berufs- und Karrieremöglichkeiten sowie der Nachfrage nach Absolventen. Jedoch muss man auch bedenken, dass Studierende während des Studiums erstmal nichts verdienen, sogar hohe Ausgaben tätigen müssen und es auch Studiengänge geben kann, bei denen die Erwerbs- und Verdienstchancen kaum besser sind als bei einer Berufsausbildung. Gemessen wird dies in der wissenschaftlichen Forschung mit Hilfe von sogenannten Bildungsrenditen.

Ein in der wissenschaftlichen Literatur, aber auch im politischen Diskurs, bisher wenig betrachteter Sonderfall stellt das Studium an einer dualen Hochschule, beispielsweise an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW), dar. Verglichen mit einem normalen Hochschulstudium gibt es einige Unterschiede, die sich auch auf die Berechnung von Bildungsrenditen auswirken können.

Das Forschungsvorhaben hat zum Ziel, die Bildungsrendite eines Studiums an der DHBW zu untersuchen. Dabei geht es in erster Linie um die individuelle Bildungsrendite (höheres Einkommen im Verhältnis zum individuellen Aufwand). Hierbei werden die Erträge und Kosten der Bildungsentscheidung berechnet oder ggf. geschätzt und mit einer kontrafaktischen Situation verglichen. Hierbei stellen ein Studium an einer Hochschule für angewandte Wissenschaften (ehemals Fachhochschulen), an einer Universität oder auch die Qualifizierung als Meister oder Techniker im Anschluss an eine duale Berufsausbildung die Alternativen dar.

Das Projekt nutzt moderne Evaluationsmethoden auf der Basis ökonometrischer Verfahren und Daten des Nationalen Bildungspanels (National Educational Panel Study, NEPS), bekannt auch als „Bildungsverläufe in Deutschland“. Auf dieser Basis können dann weitere Analysen zur sozialen Bildungsrendite (Aufwand und Ertrag entstehen auch bei den beteiligten Unternehmen sowie beim Staat) erfolgen.

Auftraggeber:

  • Stiftung der Dualen Hochschule Baden-Württemberg

Projektteam:

  • Dr. Tobias Brändle (Projektleitung)
  • Philipp Kugler M.Sc.
  • Anne Zühlke M.Sc.
  • Prof. Dr. Bernhard Boockmann (Beratung)

Ansprechpartner:
Prof. Dr. Tobias Brändle ( // E-Mail )

Status:

2018 - 2019