Einstellung junger Erwachsener zum Sozialstaat.

Junge Erwachsene haben – anders als andere Bevölkerungsgruppen – oftmals wenig eigene Erfahrungen mit dem Sozialstaat gemacht. Ihr Wissen ist meist schulisch oder durch (soziale) Medien vermittelt oder speist sich aus familiären Erfahrungen. Erste eigene Erfahrungen entstehen häufig erst nach dem Schulabschluss, etwa während der Ausbildung oder dem Studium. Mit dem Eintritt in das Erwerbsleben zahlen viele junge Erwachsene erstmals in die Sozialversicherungssysteme ein.

Im Projekt werden die Einstellungen junger Erwachsener zum Sozialstaat und zu den sozialen Sicherungssystemen zunächst durch die Befragung einer repräsentativen Stichprobe empirisch erhoben. Es soll analysiert werden, was die Befragten über den Sozialstaat wissen, was sie von ihm erwarten, ob diese Erwartungen aus ihrer Sicht erfüllt werden und woher sich ihre Einstellungen speisen. Im Anschluss an die standardisierte Befragung werden Fokusgruppen mit jungen Erwachsenen durchgeführt, um auffällige Ergebnisse der quantitativen Erhebung qualitativ zu vertiefen. Aus der Bewertung und Einordnung der empirischen Ergebnisse (quantitativ sowie qualitativ) werden schließlich Handlungsansätze abgeleitet. Diese sollen Empfehlungen geben, wie eine verbesserte Wissensvermittlung durch sozialstaatliche Akteure an junge Menschen unterstützt werden kann.