Evaluation des Nutzens und der Kosten von Präventionsmaßnahmen zu Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit.
Maßnahmen zum Schutz und zur Förderung der Gesundheit am Arbeitsplatz sind mit Kosten verbunden, können zugleich aber Fehlzeiten verringern, die Arbeitsfähigkeit erhalten und die Produktivität steigern. Im Auftrag der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) hat das IAW den Forschungsstand zu den Kosten und zum Nutzen arbeitsbezogener Präventionsmaßnahmen systematisch aufbereitet.
Für den Scoping Review wurden mehr als 10.000 Veröffentlichungen recherchiert. In die Auswertung flossen 282 Einzelstudien und 123 Literaturreviews ein. Untersucht wurden sowohl Maßnahmen des klassischen Arbeitsschutzes als auch Angebote der betrieblichen Gesundheitsförderung, beispielsweise zu Bewegung, Ernährung und psychischer Gesundheit. Berücksichtigt wurden gesundheitliche und arbeitsbezogene Wirkungen sowie ökonomische Effekte auf betrieblicher, institutioneller und gesamtwirtschaftlicher Ebene.
Die Ergebnisse zeigen, dass Präventionsmaßnahmen die Gesundheit und Arbeitsfähigkeit von Beschäftigten verbessern und auch wirtschaftliche Vorteile für Betriebe entfalten können. Besonders häufig werden diese anhand von Fehlzeiten, Produktivität, Kosten und Einsparungen oder dem Return on Investment bewertet. Die Studien unterscheiden sich allerdings erheblich hinsichtlich ihrer Methoden, Maßnahmen und Bewertungsansätze. Übergreifende Aussagen zur Wirtschaftlichkeit sind deshalb nur eingeschränkt möglich. Forschungsbedarf besteht insbesondere bei organisatorischen Präventionsansätzen sowie bei den Auswirkungen auf die sozialen Sicherungssysteme und die Gesamtwirtschaft.
Auftraggeber:
Projektteam:
- Dr. Andreas Koch (Projektleiter)
- Dr. Natalie Herdegen
- Prof. Dr. Bernhard Boockmann
- Eva Hocher
- Dr. Alice Dillbahner
Ansprechpartner:
Dr. Andreas Koch ( 07071 9896 12 // E-Mail )
Status:
2025 - 2026