Zwischenevaluation des Landesprogramms Welcome Center Baden-Württemberg 2019 – 2025

Die Rekrutierung ausländischer Fachkräfte zur Linderung des Fachkräftemangels spielt insbesondere bei kleineren und mittleren Unternehmen (KMU) bislang nur eine untergeordnete Rolle, sodass das Potenzial ausländischer Fachkräfte nicht vollumfänglich ausgeschöpft wird.

Um diesem Problem entgegen zu wirken, werden durch die Landesregierung seit 2014 Welcome Center (im Folgenden WCC) in Baden-Württemberg gefördert. Diese richten ihr Leistungsangebot auf KMU, internationale Fachkräfte (im Folgenden iFk) und relevante Netzwerkakteure in der Region aus. Den Unternehmen sollen die WCC als Anlauf-, Erstberatungs- und Informationsstelle in allen Fragen der Personalbeschaffung und zügigen und erfolgreichen Integration ausländischer Fachkräfte dienen. Sie sollen für das Potenzial internationaler Fachkräfte sensibilisiert und bei allen mit der Beschäftigung dieser Fachkräfte verbundenen institutionellen und formalen Herausforderungen informiert und unterstützt werden.

Neun der zehn WCC befinden sich in den Regionen Nord­schwarzwald, Ostwürttemberg, Ulm-Oberschwaben, Karlsruhe, Rhein-Neckar, Bodensee-Oberschwaben, Schwarzwald-Baar-Hochrhein, Stuttgart und Heilbronn-Franken. Dagegen ist das WCC Sozialwirtschaft nicht direkt in einer Region angesiedelt, sondern unterstützt landesweit den Sektor der Sozialwirtschaft, berät und unterstützt hierbei auch die anderen WCC.

Gegenstand der Untersuchung war zum einen jedes einzelne WCC, zum anderen das WCC-Netzwerk in seiner Gesamtheit. Beide Perspektiven sollten Optimierungsbedarfe aufdecken und die Grundlage für Handlungsempfehlungen zur weiteren Profilierung des WCC-Angebots für internationale Fachkräfte im Hinblick auf die Förderphase 3 (2024-2025) sowie für die Weiterführung des Landesprogramms ab 2026 zu bilden.

Das methodische Evaluationskonzept sah einen Mixed-Methods-Ansatz vor. Zur bestmöglichen Beantwortung der Fragestellungen wurden quantitative und qualitative Analysemethoden kombiniert.

Im Einzelnen kamen folgende Methoden zum Einsatz:

  • Literatur- und Dokumentenanalyse, Sichtung von Indikatoren, explorative Interviews
  • Standardisierte Online-Erhebungen (Smartphone-geeignet)
  • Expert*innen-Interviews (überwiegend virtuell)
  • Virtuelle Workshops

Auftraggeber:

  • Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg

Projektteam:

Ansprechpartner:
Prof. Dr. Bernhard Boockmann ( 07071 9896 20 // E-Mail )

Status:

2022 - 2022