Studie zur Zu- und Abwanderung

Im Zentrum der Studie stehen die Darstellung und wissenschaftliche Analyse der Zu- und Abwanderungsbewegungen von EU-Bürger*innen nach Deutschland und die Situation der EU-Bürger*innen in Deutschland.

 Bestandteil der Studie ist zum einen eine Literaturanalyse der arbeits- und sozialrechtlichen Hintergründe und eine Übersicht über den aktuellen Forschungsstand. Zum anderen wurden statistische Datenquellen, insbesondere das Sozio-oekonomische Panel (SOEP) und der Mikrozensus der Statistischen Ämter, aber auch weitere Statistiken ausgewertet, um die Wanderungsbewegungen von EU-Bürger*innen zu analysieren und Erkenntnisse über die Zusammensetzung der EU-Migrant*innen, ihre Aufenthaltsdauer und ihre Integration in Deutschland zu gewinnen.

 Zusätzlich zu den quantitativen Analysen wurden qualitative Interviews mit Beratungs- und Unterstützungseinrichtungen sowie zivilgesellschaftlichen Organisationen durchgeführt, um die quantitativen Ergebnisse mit Erkenntnissen über Gründe der Abwanderung, Hindernisse oder der Motivation zum Verbleib bzw. zur Rückkehr nach Deutschland zu erweitern. Mit einer Social-Media-Befragung wurde zudem die Zielgruppe selbst erreicht und weitere Erkenntnisse hinsichtlich ihrer Erfahrungen und Motivationen gewonnen.

 Die Studie zeigt, dass EU-Bürger*innen durch das Freizügigkeitsrecht und weitere rechtliche Regelungen in vielen Bereichen Vorteile im Vergleich zu Zugewanderten aus Drittstaaten genießen. Dennoch sind vor allem im Niedriglohn- und Helferbereich Tätige von prekären und teils illegalen Beschäftigungsverhältnissen bedroht. Der Zugang zu Weiterbildung und der berufliche Aufstieg gelingen meist erst nach einer längeren Aufenthaltsdauer in Deutschland. Die Studie zeigt außerdem, dass Diskriminierungserfahrungen unter den EU-Bürger*innen weit verbreitet sind.

Die Studie führt die Ergebnisse abschließend in einem Bericht zusammen und gibt Handlungsempfehlungen.