Wirtschaftstransformation und Arbeitswelt - Ein Literaturüberblick.
Im Rahmen eines systematischen Literaturüberblicks wurden betriebliche Strategien im Umgang mit Transformationsprozessen und deren Folgen für die Erwerbsarbeit in fünf ausgewählten Branchen erfasst und beschrieben. Die 67 einbezogenen Betriebsfallstudien konzentrieren sich überwiegend auf Digitalisierung als Transformationstreiber; häufig werden größere, tarifgebundene Betriebe untersucht. Im Zentrum der Studien stehen die Gestaltung von Technik und Arbeitsorganisation, Führung und Steuerung, Qualifizierung und Weiterbildung sowie Mitbestimmung und Beteiligung. Insgesamt zeigt sich, dass Veränderungen meist inkrementell und pfadabhängig verlaufen. Ob Tätigkeiten aufgewertet werden und Beschäftigte Spielräume gewinnen, hängt davon ab, wie stark Beschäftigte und Interessenvertretungen die Einführung digitaler Systeme mitgestalten, wie Leistungs- und Prozessdaten genutzt werden und ob Qualifizierungszeiten verbindlich bereitstehen.
IAW-Studie „Strategie für eine starke Wirtschaftsmetropole Berlin“ erschienen.
Berlin verfügt über erhebliche wirtschaftliche Entwicklungspotenziale. Eine vielfältige Unternehmenslandschaft, Wissenschaft und Forschung, ein ausgeprägtes Gründungsgeschehen und die internationale Ausrichtung prägen den Standort. Zugleich können Engpässe bei Finanzierung, Fachkräften, Wohnraum, Verkehr, internationaler Erreichbarkeit und Verwaltung die weitere wirtschaftliche Dynamik begrenzen. Im Auftrag der IHK Berlin führte das IAW eine Studie durch, die im Kern die Frage beantwortet, welche wirtschaftlichen Größenordnungen entstehen könnten, wenn Berlin zentrale Standortengpässe gezielt abbaut.
„Transformation durch Handwerk“ – Neue Wege zur Fachkräftegewinnung im Handwerk.
Demografischer Wandel, Digitalisierung und Fachkräfteengpässe stellen das Handwerk vor große Herausforderungen. Vor diesem Hintergrund wurde 2021 von der Bundesagentur für Arbeit (BA) und dem Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) das Pilotprojekt „Transformation durch Handwerk“ initiiert. Ziel war es, neue Wege zur Gewinnung von Fachkräften zu erproben und die Attraktivität des Handwerks als Arbeitgeber zu stärken.
Das IAW hat das Pilotprojekt und seine Teilprojekte im Auftrag der Bundesagentur für Arbeit/Regionaldirektion Niedersachsen-Bremen wissenschaftlich evaluiert. Die Ergebnisse und daraus abgeleiteten Handlungsempfehlungen sind nun in der Reihe IAW Policy Reports veröffentlicht.
The one constant: a causal effect of collective bargaining on employment growth? Evidence from German linked-employer-employee data.
In: Scottish Journal of Political Economy, 2018, 65: 445-478. https://doi.org/10.1111/sjpe.12180